Das E-Meter

Adresse: http://www.scientologyschafftunsab.de/das-e-meter.html


Das E-Meter

(Auszug aus dem Kapitel DIE AUDITINGTECHNOLOGIE IM DETAIL: Vom ersten Hochgefühl zur programmierten Abhängigkeit)

(c) Alfred Zeisel


Da in den Medien und im Internet von Laien und "Experten" viel Schwachsinn über das E-Meter verbreitet wird, sehe ich mich genötigt, die Wirkungsweise des E-Meters zu veranschaulichen:


Das E-Meter ist das Instrument der Scientologen. Laut Hubbard irrt es nie. Daher hat es in Scientology einen hohen Stellenwert.

Nüchtern betrachtet ist das E-Meter eine Wheatstone Bridge, d.h. es misst einen unbekannten Widerstand in Relation zum genormten Widerstand der Wheatstone Bridge. Schaltet man z.B. den menschlichen Körper mittels der Elektroden (Dosen) des E-Meters zwischen den Stromkreis der Wheatstone Bridge (des E-Meters), verändert sich der Widerstand, weil der Körper je nach (in der Erinnerung "kontaktiertem") Geschehnis unterschiedlichen Widerstand aufzeigt. Die Veränderung des Widerstandes macht sich in diversen Nadelbewegungen bemerkbar. (Nur ein toter Körper hätte immer den gleichen Widerstand.) In einer Sitzung (oder einem Verhör) hält der Pc (Preclear, Klient) zwei Dosen in den Händen, die mit dem E-Meter durch ein Kabel verbunden sind. Bei eingeschaltetem E-Meter fließt ein geringer Gleichstrom[1] (mit einer Spannung von ein paar Volt[2], bei einer Stromstärke von etwa 100 Mikroampere[3]) über die beiden Dosen durch den Körper hindurch[4], den genormten Widerstand unterschiedlich verändernd. Der berühmte Zwicktest ("Stresstest") beweist dies: Er besteht darin, eine am E-Meter über die Elektroden angeschlossene Person zu zwicken. Die Nadel macht sofort nach dem Zwicken einen Ausschlag nach rechts - der Widerstand wird kleiner, weil Schmerz als elektrische Ladung registriert wird. Lässt man die Person danach den Zwick-Schmerz "zurückrufen", gibt es einen (kleineren) Nadelausschlag nach rechts. Das "gespeicherte" Zwicken wäre also durch die Erinnerung daran am E-Meter sichtbar gemacht worden. Dies wird bei den Propaganda-Vorführungen in den gelben Zelten als "Beweis" für die Unfehlbarkeit des E-Meters angeführt: Mit Hilfe von Hubbards Auditingtech könne man die Ladung[5] der "gespeicherten" negativen Erinnerungen oder Bilder durch das E-Meter finden und danach entfernen ("entladen", "auslaufen"). Auf diese Weise werde eine Person allmählich "clear". (Viele Personen fallen auf solche und ähnliche "Beweisführungen" und "Schlussfolgerungen" herein.)

Ich will hier näher auf die Begriffe "Ladung" und "Bilder mit negativem Inhalt" eingehen. Alle gespeicherten Ereignisse, die negative Ladung haben, heißen in Scientology "Engramme"[6]. Sie sind gemäß Hubbard im "reaktiven Verstand" - der computerähnlichen "Bank" - gespeichert.[7] Die "Bank" ist laut Hubbard aber auch paradoxerweise "eine Kombination aus Energie und Bedeutung, die als Masse in ihrem selbst erschaffenen Raum auf der Zeitspur des Pcs sitzt".[8] Sie ist also demnach nicht im Körper oder Gehirn gespeichert, sondern ein Anhängsel des "Thetans" (des geistigen Wesens), das ihn von Leben zu Leben begleitet und ihn unbewusst "beeinflusst". Etwa 1950 war Hubbard noch anderer Ansicht, nämlich dass das Gehirn der Speicher für die Bank wäre.[9] Ähnliche krasse Widersprüche und Paradoxien begleiten den Scientologen auf seinem gesamten (Scientology‑)Weg, sie generieren hypnose-ähnliche Zustände.[10]

Auch in der Psychologie gibt es die Konzepte von "Ladung" und "Speicherung negativer Erfahrungen". Dr. Fred Gallo: "Ein Trauma hat eine spezifische elektromagnetische Ladung, die der Materie des Organismus ... wie bei einer Prägung eine Information eindrückt. Das Trauma wird als energetisches Muster im Gehirn gespeichert."[11] Dr. Axel Schildt: "Psychologisch wird davon ausgegangen, dass unser Erleben sowie unsere Emotionen und Gedanken an elektromagnetische bzw. elektrodynamische Energiefelder im und um den Körper herum gekoppelt sind, die den Gesetzen der Quantenphysik unterliegen. ... ist ein Trauma widerfahren, werden in diesem Zusammenhang bestimmte Gedanken und Überzeugungen sowie körperliche Stressreaktionen entwickelt, die wiederum als Auslöser für bestimmte elektromagnetische Impulse in Gehirn und Körper wirken."[12]
Einer der ersten, der entdeckte, dass Neuronen (Nervenzellen) über elektrische Synapsen kommunizieren, war der Nobelpreisträger (1906) Santiago Ramón y Cajal.[13]

Die moderne Wissenschaft vom Gehirn und den Nervenzellen zeigt uns, dass die negativen Erfahrungen im Gehirn/Körper gespeichert werden. (Gehirn und Körper sind also für den Menschen unabdingbar, um an negative Erfahrungen heranzukommen und damit sehr wertvoll. Hubbard hingegen wertet häufig Körper und Gehirn ab.) Viele starke elektromagnetische Abbilder und Prägungen beeinflussen nach einiger Zeit sogar die chemischen Abläufe in den Nervenzellen, die wiederum das Verhalten einer Person steuern. Daher können manche Psychopharmaka durch einen Eingriff in den elektrochemischen Haushalt von Nervenzellen das Verhalten eines Menschen verändern. (Vistaril, das man Hubbard gegen seine Panikattacken und Psychosen verabreichte, greift z.B. in die chemischen Vorgänge der subkortikalen Bereiche des Zentralnervensystem ein.)

Daneben gibt es auch quantentheoretische bzw. quantenphilosophische Theorien, die zum Inhalt haben, dass der Körper ständig neu erschaffen wird oder fließend ist, dass die Sprache den Körper als fest erscheinen lässt[14], oder dass negative Zellprägungen und Abbilder negativer Erfahrungen praktisch identisch sind.[15]

Zusammenfassend kann man also sagen, dass Körper und Geist (Mind) ein negatives Ladungspotential besitzen, das, wenn gereizt, sofort Ladung generiert. Diese Ladung kann durch die Wheatstone Bridge sichtbar gemacht werden. Auf dem E-Meter wird diese Ladung in den verschiedenen Anzeigen erkennbar.


Die wichtigsten Nadelreaktionen des E-Meters und ihre Bedeutungen:

Im geläufigen Auditing werden nur "Instant Reads" aufgenommen, das sind die diversen Nadelausschläge nach rechts am exakten Ende einer geäußerten Auditingfrage oder Auditinganweisung.[16] Sie werden "Falls"[17] genannt. Ein Instant Read (ein Fall in allen seinen Größen) bedeutet also immer, dass ein negativ geladenes Geschehnis (oder ein Overt, ein "Verbrechen") kontaktiert wurde bzw. dass eine Äußerung des Pcs, die einen Instant Read ergab, (negativ) geladen oder wahr ist. Somit ist ein Instant Read die wohl wichtigste Anzeige im Auditing. Man übt sehr lange, um einen Instant Read erkennen zu können. Ob jeder Auditor diese Fähigkeit beherrscht, bleibt dahingestellt. Das bei den häufigen "Cram Ruds" gebeichtete Aufgreifen falscher Instant Reads bzw. die Unsicherheit darüber beweisen das Gegenteil.[18] Andere wichtige Anzeigen sind die "schwebende Nadel" ("F/N", "Floating Needle"), die "schmutzige Nadel" ("DN", "Dirty Needle": kleine Zuckungen der Nadel) und der "Rise" (Steigen des Tonarms). Eine schwebende Nadel bedeutet, dass es dem Pc gut geht (die Nadel tanzt förmlich!), eine schmutzige Nadel weist darauf hin, dass der Pc während eines Verhörs an einen Overt gedacht hat (dieses leichte Nadelzucken drückt fast ein "Bleib mir fern!" aus), ein Rise sagt aus, dass das Thema "Massen" (also elektrischen Widerstand) erzeugt ("reinpullt") und völlig uninteressant ist.

Im Auditing geht der Tonarm andauernd rauf (Rise - der Körperwiderstand wird größer) und runter (Fall - der Körperwiderstand wird kleiner). Dieses Auf und Ab des Tonarms nennt man "Tonarmaktion". Sie wird am E-Meter automatisch zusammengezählt. Viel Tonarmaktion bedeutet: eine gute Sitzung. Wenn der Tonarm nur steigt (Rise), bedeutet das, dass der Auditingprozess nichts hergibt und ein anderer gelaufen werden sollte.

Im Auditing sind die wichtigsten Anzeigen der Instant Fall und die schwebende Nadel. Wenn man durch einen Instant Read ein geladenes Thema kontaktiert hat, wird dieses mit einem der zahllosen Verfahren gelaufen, bis eine Erkenntnis eintritt, die von einer schwebenden Nadel begleitet wird. Danach ist dieser Bereich "entladen" bzw. (durch "NED", modernes Dianetikauditing) "gelöscht".

In einem Verhör sind die drei wichtigsten Anzeigen: Instant Fall, schwebende Nadel, und schmutzige Nadel. Wenn eine Verhörfrage anzeigt, wird sie mit den Verhörverfahren ausgelaufen, bis eine schwebende Nadel eintritt. Ein schmutzige Nadel tritt auf, wenn ein Overt kontaktiert wurde. Dieser wird mit Overt- und Missed-Withhold-Techniken gefunden und ausgelaufen, bis eine schwebende Nadel eintritt.


Der Reizreaktionsmechanismus der "Bank" und der "Instant Read":

Ich habe mich lange und intensiv mit dem E-Meter und dem Reizreaktionsmechanismus in Theorie und Praxis beschäftigt. (Mir sind auch die Behaviorismus-, Verhaltens-, Black-Box-, Input/Output-Theorien etc. einigermaßen vertraut. Im Folgenden stelle ich den Reizreaktionsmechanismus in Beziehung zum E-Meter so dar, wie ich ihn durch Beobachtung verstehen gelernt habe.)

Das E-Meter als Schmerz- und Erinnerungsanzeiger: Man kann testen, dass das E-Meter Schmerz anzeigt: Der Widerstand in der Wheatstone-Brücke wird kleiner, wenn man, am E-Meter angeschlossen, z.B. gezwickt wird. Dann tritt ein "Fall" (Nadelausschlag nach rechts) auf. Die nachfolgende Erinnerung an das schmerzhafte Zwicken lässt eine ähnliche (jedoch kleinere) Nadelreaktion erscheinen. Das macht deutlich, dass der Schmerz als "Ladung" in der Erinnerung (oder in der Erinnerung der Körperzellen) gespeichert wurde und durch Aufrufen der Erinnerung am E-Meter eine Widerstandsminderung auslöst. Das demonstriert ferner, dass das E-Meter die mit Schmerzen "geladenen" Kurzzeiterinnerungen anzeigen kann. Auch der (an den gelben Dianetik/Scientology-Ständen durchgeführte) "Stresstest", durch eine E-Meter-Anzeige ein kurz vorher in die Erinnerung gerufenes vergangenes Bild erneut zu finden, und zwar wiederholt, ist eine Art Beweis dafür, dass durch Nadelreaktionen auch im Langzeitgedächtnis gespeicherte Bilder und Erinnerungen gefunden werden können. (Dieses Suchen von schon bekannten Nadelreaktionen wird "Steering" genannt.[19] Steering ist eine kybernetische Verhörtechnik. In einem Test würde sich aber auch zeigen, dass eine andere Erinnerung einen ähnlichen Read hervorbringen kann. Daher ist Steering nicht zuverlässig.)

Das E-Meter als "Messinstrument": Der Scientology-Konzern behauptet, mit dem E-Meter und den diversen Auditinganweisungen über eine "laserscharfe" Technologie zu verfügen, die immer funktioniert. Tatsache ist, dass Menschen die diversen E-Meter-Reads sehen und auswerten, meist müde oder ausgelaugte HGC-Auditoren (die im "spirituellen Zentrum" einer Org fließbandmäßig einen Pc nach dem anderen auditieren, und das bis zu 12 Stunden täglich). Ferner würde ein objektiver Test mit Hilfe genauer Messgeräte mit Sicherheit keinen der von Auditoren aufgegriffenen Instant Reads als instant, also am exakten Ende eines ausgesprochenen Wortes/Satzes feststellen. Kein Mensch kann ohne technische Hilfsmittel präzise den Übergang vom ausklingenden letzten Ton des letzten Wortes eines Satzes in eine beginnende Nadelbewegung feststellen. (Und wann genau hört ein Ton tatsächlich auf?) Ein solcher Test würde auch beim Steering[21] mit großer Sicherheit keinen Nachfolge-Read als identisch mit dem ersten erkennen lassen - Geschwindigkeit und Länge sind garantiert verschieden, wenn auch nur minimal! Dennoch werden in Verhören Leute mit diesen "Techniken" zum Beichten von "Vergehen" oder "Verbrechen" genötigt!

Das abgebildete E-Meter ist das Mark Super VII. Es wurde in den Achtzigerjahren verwendet. Ab den Neunzigerjahren wurde es als Quantum verkauft, das angeblich "genauer" ist.[22]

Die Einzelheiten: Die Nadel auf der Skala (3) bewegt sich nach rechts (FALL), wenn ein "gela­denes" Geschehnis kontaktiert wurde. (Der Körper­widerstand wird kleiner, weil das kontaktierte Geschehnis elektrische Ladung enthält.) Um die Nadel (3) im linken Mittelbereich bei SET zu halten, muss der Tonarm (1) mit dem linken Daumen nach unten gedreht werden. Der Tonarmzähler (2) zählt die Einheiten, die nach unten gedreht wurden (in unserem Beispiel 6.6). Wird länger kein Geschehnis kontaktiert, geht die Nadel (3) automatisch nach links (RISE - der Körperwiderstand wird größer). Der Tonarm (1) wird jetzt nach oben bewegt, um die Nadel in den SET-Bereich (3) zu schieben. Wird Ladung kontaktiert, schlägt die Nadel wieder nach rechts aus (FALL), der Tonarm wird wieder nach unten auf der Tonarmskala (1) bewegt, um die Nadel (3) wieder in den SET-Bereich zu bewegen. Dieses dauernde Auf und Ab des Tonarms wird "Tonarmaktion" ("TAA", "TA-Action") genannt. In einer Standard-Sitzung von zweieinhalb Stunden muss die TA-Action mindestens 2.0 betragen, sonst läuft man laut Hubbard einen falschen Prozess. Gewöhnlich gibt es zwischen 4.0 und 8.0 TA-Action pro Sitzung. In unserem Beispiel beträgt die TA-Action 6.6 (2). Das ist eine gute Tonarmaktion und ist einer von vielen Indikatoren dafür, dass die Sitzung gut lief. Der Tonarm bewegt sich generell zwischen 2 und 3 auf der Tonarmskala (1). In einer Sitzung kann er schon mal bis 4 oder höher gehen, meist geht er danach wieder unter 3. 4: Uhr. 5: Digitale Anzeige des Tonarms. 6: Feine Sensibilitätseinstellung. 7: Grobe Sensibilitätseinstellung. Steht meist auf NORMAL. Nur bei Verhören wird er beim nochmaligen Überprüfen einer Verhörfrage auf HIGH eingestellt. Der Trimmknopf rechts unten dient der genauen Justierung von Nadel und Tonarm vor einer Sitzung.

Das E-Meter kostete in den Achtzigerjahren zwischen 5000 und 9000 Mark. 2003 bezahlte man für das E-Meter etwa 6500 €.[23] Jeder Auditor und Student der Akademie muss zwei E-Meter besitzen. (Das garantiert doppelte Einnahmen. Auf die dumme Scientology-Begründung möchte ich gar nicht erst eingehen.) Die eingebauten Bestandteile sind nach Angaben von Kritikern höchstens ein paar hundert Euro wert.

 

Das E-Meter ist ein Biofeedback-Gerät: Nachdem der Auditor eine Auditingfrage oder Auditinganweisung am E-Meter als geladen verifiziert hat, bekommt der Pc ein gutes Gefühl: Jetzt darf er in seiner Vergangenheit "nachforschen" und wichtige Dinge finden. Wenn der Prozess zu Ende gelaufen wurde und der Pc eine Erkenntnis hat, zeigt der Auditor dem Pc eine schwebende Nadel ("F/N", floating needle) an, die diesem die Gewissheit gibt, dass er ein Problem angeblich "ausgelaufen" hat. Diese Anzeigen von F/Ns verstärken das gute Gefühl. In einer Sitzung von etwa zweieinhalb Stunden wird der Pc mehrmals auf solche Weise bestätigt.
Das E-Meter bewirkt auch negatives Feedback: Wenn man immer wieder repariert wird, neigt man dazu, sich abzuwerten.


E-Meter, Elektrolyse und Endorphine:

Kritiker behaupten, dass selbst eine geringe Voltanzahl, die durch den Körper geleitet wird, auf Dauer Körperschäden verursachen kann. Wahrscheinlich treten durch die stundenlange Einwirkung von Gleichstrom auf den Körper elektrolytische Effekte auf. Wie bei der Elektrolyse wird eine Spannung angelegt (ein paar Volt), die über zwei Pole durch den Körper und seine stromleitende Flüssigkeit (Elektrolyt) - das Blut - geht. Bei der Elektrolyse zerfallen die Moleküle der dem Wasser beigefügten Salze, Säuren oder Laugen in elektrisch geladene Teilchen (Ionen). Z.B. zerfällt Chlorwasserstoff in Chlor und Wasserstoff. Nach Hunderten von Stunden am E-Meter ist es durchaus möglich, dass in den Körperzellen ähnliche chemische Reaktionen stattfinden. Eventuell könnte damit auch die auffallend hohe Krebsrate unter OTs erklärt werden. (Ich kannte zwei OTs [höchste "Bewusstseinsstufen" in Scientology], die, noch keine fünfzig, an Krebs starben. Internetsuche mit:  cancer OT Scientology death)


Neue Lügen-Detektoren (wie z.B. MRTs, Iris-Scans etc.) und Lie-Detection-Techniques (wie z.B. Paul Ekman's Mikro-Emotionen): http://en.wikipedia.org/wiki/Lie_detection, http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Ekman, http://www.wikihow.com/Detect-Lies, http://www.humanliedetection.com/home.php, customerexpressions.com, http://tinyurl.com/bmxk2s6 etc. Doch auch die neuen Lügendetektoren stellen wie schon das E-Meter generell nicht Lügen fest, sondern nur, dass hier negative Emotionen vorliegen. Erst ein gründliches Lie-Detection-Know-how kann Lügen, Halbwahrheiten etc. herauskristallisieren.


Usw. usf.

Mehr über das E-Meter in Wechselwirkung mit dem Menschen, über seine Geschichte, wie das neueste E-Meter (Mark Ultra VIII) aussieht, wie man das E-Meter austricksen kann (und ich meine hier nicht das primitive Dosendrücken, das von jedem Auditor/Sec-Checker sofort erkannt wird), warum die modernen Lügendetektoren besser sind und vieles mehr finden Sie im Buch.  



[1] Elektrischer Strom ist die Bewegung von Ladungsträgern, wie Elektronen, in einem leitenden Element.

[2] Die elektrische Spannung wird in Volt gemessen. Sie ist eine physikalische Größe, die angibt, wie viel Arbeit bzw. Energie nötig ist, um ein Objekt mit einer bestimmten elektrischen Ladung entlang eines elektrischen Feldes zu bewegen.

[3] Zum Vergleich: Im elektrischen Stuhl beträgt die Voltzahl zwischen 700 und 2000 Volt, die Amperezahl etwa 6.

[4] Es gibt die weit verbreitete Laientheorie, dass das E-Meter den Hautwiderstand, die Hautoberflächenspannung oder den Hautleitwert der Hände anzeige. Diese Theorie ist falsch, denn der Strom sucht sich immer den geringsten Widerstand. Das salzhaltige Blut hat eine größere Leitfähigkeit als die Haut, die außen aus einer Hornschicht besteht, die ein Isolator ist. Folglich wird der Strom durch Ritzen in der Haut, Schweißdrüsen, feine Blutgefäße oder dünnere Hautschichten durch den Körper fließen, der aus etwa 60 Prozent aus Flüssigkeit besteht. Die wichtigsten Elektrolyte in den Körperflüssigkeiten sind Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium. (Nur auf einem glitschnassen Menschen würde der Strom auf der Haut fließen.) Ein Beweis für meine Theorie wäre die "schwebende Nadel": Bei ihr bewegt sich die Nadel rhythmisch im Sekundentakt über die Skala des E-Meters hin und her. Auch einem Nichtphysiker müsste einleuchten, dass dieses gleichmäßige rhythmische Fluktuieren nichts mit Hautfeuchte, Hautwiderstand etc. zu tun haben kann. Ein weiterer Beweis wäre das unkontrollierte Stimulieren von Traumen (Stress): Obwohl sich der Schweiß (minimal) erhöht, wird der angebliche "Hautwiderstand" nicht kleiner, sondern größer (RISE). Auch der Strom von Defibrillatoren würde obiger Laientheorie nach nicht durch den Körper hindurch den Herzmuskel stimulieren, sondern bloß auf der Hautoberfläche einen Stromkreis schließen. Das gleiche gilt natürlich auch für die Elektroschockmethode, bei der Strom durch das Gehirn fließt.

[5] Hubbards Definition von "Ladung": "electrical impulse on the case [damit ist der Pc gemeint] that activates the meter. ... emotional charge or energy." In der Physik ist die elektrische Ladung die Eigenschaft von Elementarteilchen, welche die elektromagnetische Wechselwirkung verursacht.

[6] Hubbards Begriff "Engramm", den er von Semon (Die Mnemischen Empfindungen in ihren Beziehungen zu den Originalempfindungen ) "geliehen" hat, wird in der realen Welt definiert als "die im Zentralnervensystem hinterlassene Spur eines Reiz- od. Erlebniseindrucks; Erinnerungsbild" (Dudenverlag, 1993-94), oder als "bleibende Spur eines geistigen Eindruckes in der Großhirnrinde" bzw. als "Erinnerungsbild" (Wahrig).

[7] "BANK, 1. the mental image picture collection of the pc. It comes from computer technology where all data is in a “bank.” (HCOB 30 Apr 69)" Technical Dictionary

[8] Die Bank ist "merely a combination of energy and significance and this comprises a mass that sits there in its own made up space, and it’s plotted against the pc’s experiential track known as time." Technical Dictionary

[9] "The brain has one of these [gemeint ist damit die vorher im Text erwähnte "'memory bank' of punched cards or some such thing"] - it could not operate without it. This is the bank monitor—the file clerk." Technical Dictionary (aus dem ursprünglichen Dianetik-Buch, DMSMH, Seite 198.) Etwa zur gleichen Zeit (1950) widerspricht er sich wieder selbst: "While Dianetics does not consider the brain as an electronic computing machine except for purposes of analogy, it is nevertheless a member of that class of sciences to which belong General Semantics and Cybernetics and, as a matter of fact, forms a bridge between the two." (Terra Incognita, Letkeman, http://tinyurl.com/6gjyhrh, 23.07.2012; Red Volume 1)

[10] Widersprüche und Paradoxien können geistig lähmen oder tranceähnliche Zustände erzeugen. In diesen Zuständen kann der Betroffene gegen seinen Willen beeinflusst werden. Vgl. Declaration of Hana Eltringham Whitfield: "112. Scientologists can't grasp these contradictions because their normal reality checks are 'disengaged.' This occurs in the constant application of repetitive and hypnotic techniques in Hubbard's auditing and business management techniques, and the resultant onset of trance states... Scientologists have to deny these contradictions in the face of incontrovertible evidence they are correct, because their existence revolves around the one person they trust completely, their authority figure, Hubbard." lermanet, http://tinyurl.com/6xet28b, 17.05.2011

[11] wildundweiblich.com, http://tinyurl.com/bnyk47c, 08.05.2012 (früher: Energetische Psychotherapie, http://www.lebensradt.de/psychologie/psychofrm.htm)

[12] biofeedback-psychotherapie.de, http://tinyurl.com/c5py3ma, 27.08.2012

[13] Der Spiegel, 2008, 14: "Der spanische Neuroanatom Santiago Ramón y Cajal (1852 bis 1934) gehörte zu den Ersten, die ahnten, dass es eine Frage elektrischer Kontakte ist: Die Speicherung von Information geht einher mit veränderten Verbindungen zwischen den Nervenzellen, an den sogenannten Synapsen." http://tinyurl.com/cehev9d, 08.05.2012

[14] "Bohm showed that language imposes strong, subtle pressures to see the world as fragmented and static. To put it crudely, one could say that nouns do not really exist, only verbs exist. A noun is just a "slow" verb; that is, it refers to a process that is progressing so slowly so as to appear static." http://www.halexandria.org/dward404.htm etc.

[15] Vgl. Dr. Stephen Wolinksy's Bücher über die Quantenpsychologie oder Dr. Deepak Chopra's Buch Quantum Healing. Ferner gibt es auch im Buddhismus das Wissen über "negative" Abbilder der Realität.

[16] Wohl gibt es im Technical Dictionary auch die Definition: "2. if the needle reacts within 1/5 to 1/10 of a second after the question is asked, it is an instant read. This is valid. If it reacts 1/2 to 1 second after the question, this is invalid." Diese Definition wurde jedoch nie angewendet. Es galt und gilt nur die 1. Definition (Hervorhebungen durch den Verfasser): "1. that reaction of the needle which occurs at the precise end of any major thought voiced by the auditor."

[17] Small Fall (SF), Fall (F), Long Fall (LF), Long Fall Blowdown (LFBD); die Größe variiert zwischen ein paar Millimetern (SF) bis zum riesigen Sprung nach rechts, sodass man den Tonarm runterschieben muss, was "Blowdown" genannt wird (BD, LFBD). Durch den "Tonarm" wird die Nadel immer im sichtbaren Bereich gehalten, indem man ihn rauf- oder runterschiebt.

[18] Auditoren, die Fehler machten und deshalb korrigiert bzw. "repariert" werden, bekommen vor jeder Cramming (Studierprogramm, um begangene Auditorenfehler zu beheben) die verhörähnlichen "Cram Ruds" (die drei Rudimente: Verstimmung, Problem, beinahe herausgefundenes verheimlichtes "Verbrechen"), in denen solche Vergehen aufgedeckt werden.

[19] Steering, Steuern: Nach einer ähnlichen E-Meter-Anzeige suchen, die man schon vorher gesehen hat. Auch dieser Begriff erinnert daran, dass viele Techniken in Scientology Steuerungstechniken sind, also zur Kybernetik gehören. Der Begriff "Kybernetik" wurde von dem griechischen "kybernétes" ("Steuermann") abgeleitet.

[21] Wichtig: In einem Verhör werden Anzeigen, die der ursprünglichen Instant-Anzeige gleichen, durch den Auditor verbal aufgezeigt, indem er sagt: "Das da, was ist das? Woran hast du eben gedacht? ... Das da... Das da!" Das "Steering" wird erst beendet, wenn man den (oder irgendeinen) Overt gebeichtet hat.

[22] Da stellt sich mir natürlich die Frage: Wurden alle Leute (inkl. Hubbard) vor diesem "genauen" E-Meter ungenau auditiert? Inzwischen gibt es angeblich noch "negauere" E-Meter.

[24] Meist ein Staff, der es als Auditor nicht geschafft hat: Er sitzt in seinem Kämmerchen, hat stundenlang nichts zu tun, bis wieder mal ein Pc (in Begleitung seines Auditors) nach einer Sitzung bei ihm auftaucht, dem er die Dosen in die Hand drückt, aufs E-Meter starrt, bis er eine "schwebende Nadel" ("F/N") sieht, und dem Pc nachher mitteilt: "Danke. Deine Nadel schwebt!" (Kein Joke!)

 

Nach oben